Samstag, 16. April 2011

Ein letzter Triumph des ländlichen Englands

Die Herrin von Thornhill
(Far From the Madding Crowd, Grossbritannien 1967)

Regie: John Schlesinger
Darsteller: Julie Christie, Terence Stamp, Peter Finch, Alan Bates, Prunella Ransome, Fiona Walker u.a.

Nachdem  die um 1960 entstandenen sozialkritischen Schwarzweiss-Werke aus England zu überraschenden Erfolgen geworden waren, erlebte der britische Film dank einer liberalen Filmförderung, die auch ein Engagement amerikanischer Studios ermöglichte, zwischen 1960 und 1970 einen eigentlichen Höhepunkt. Zu den vielfältigen (qualitativ höchst unterschiedlichen) Produktionen, die in diesem Zeitraum entstanden, gehörten unter anderem “Kostümfilme”, wobei die bereits vorhandene Szenerie gerne für damals sehr erfolgreiche Historienschinken (Zinnemann’s “A Man for All Seasons”, 1966, Charles Jarrott’s “Anne of the Thousand Days”, 1969) benutzt wurde. - Zwei bedeutende Regisseure der “British New Wave” entschieden sich jedoch, Klassiker der englischen Literatur zu verfilmen: Tony Richardson machte aus Henry Fielding’s “Tom Jones” 1963 ein unwiderstehliches Spektakel, das dem Schelmenroman mehr als gerecht wurde - und erntete für das hierzulande leider etwas vergessene Meisterwerk vier Oscars. John Schlesinger wiederum nahm sich 1967, eine Spitzenbesetzung aufbietend, eines Romans des Viktorianers Thomas Hardy (1840-1928) an - und wurde von der Kritik nach allen Regeln der Kunst verrissen. Da  sein “Far From the Madding Crowd” meine liebste Hardy-Verfilmung ist  (und dass Julie Christie, die bekanntlich zu meiner Göttin erkoren wurde, die weibliche Hauptrolle spielt, darf hier als nebensächlich betrachtet werden), möchte ich den Film zu rehabilitieren versuchen.

“Far From the Madding Crowd”, 1874 veröffentlicht, war Hardy’s vierter Roman, und er war, auch wenn ich etwas verallgemeinere, der Roman, der “gerade noch die Kurve kriegte”. Denn obwohl sein “Happy End” nur für zwei der Hauptfiguren gilt, vermag doch das dem Schriftsteller so am Herzen liegende ländliche, den Menschen auffangende England noch einen letzten Triumph zu feiern, während mit “The Return of the Native” (1878) jene Phase einsetzte, die dem Einzelschicksal keine Chance mehr gewährte und  die in die zutiefst tragischen naturalistischen Romane “Tess of the d’Urbervilles” (1891)  und “Jude the Obscure” (1895) münden sollte. - Der nach einigen eher idyllischen Werken entstandene “Far From the Madding Crowd” ist hingegen einem Realismus verpflichtet, der Wesen und Walten der Natur (auch deren Unberechenbarkeit) präzise in seine Geschichte einbindet und faszinierende Schilderungen des bäuerlichen Lebens im Verlauf der Jahreszeiten bietet. Erzählt wird die Geschichte der in der Arbeit disziplinierten, in Liebesdingen launischen Bathsheba Everdene, die die Farm ihres Onkels erbt und gleich von drei Männern umgarnt wird. Natürlich entscheidet sie sich für den falschen, den Windhund Frank Troy, der ihr Vermögen verspielt und sie ins Unglück zu stossen droht. Erst spät erkennt sie, dass sie sich die ganze Zeit über auf die Hilfsbereitschaft des naturverbundenen Gabriel Oak (man beachte den Nachnamen!) verlassen konnte...

 Was gab es nun an Schlesinger’s Arbeit (seiner dritten mit Julie Christie, die für “Darling”, 1965, früh, vielleicht zu früh, einen Oscar erhalten hatte) auszusetzen? - Es waren neben der meines Erachtens unberechtigten  Kritik an der Leistung der Hauptdarstellerin vor allem zwei Dinge, die zeigen, wie wenig man sich mit der literarischen Vorlage auseinandergesetzt hatte: Zum einen kolportierte man gern die von Roger Ebert in der Chicago Sun-Times veröffentlichte Kritik, der Film gehe auf die sozialen Probleme der Zeit überhaupt nicht ein, sondern beschränke sich auf eine stereotype, sich an Hollywood anbiedernde romantische Liebesgeschichte, zwar in hübschen Bildern dargeboten, aber zweieinhalb Stunden nicht ausfüllend.  Zum anderen warf man (ein Vorwurf, der sich im Zusammenhang mit Michael Winterbottom’s “Jude”, 1996, wiederholte und eigentlich auch für Polanski's “Tess”, 1979, gilt) dem Drehbuch vor, es liege zu nah am Original und lasse dem Regisseur überhaupt keine künstlerischen Freiheiten.


Dem ersten Vorwurf ist entgegenzuhalten, dass sich die betreffenden Kritiker wohl vor allem mit Hardy’s späteren Romanen auseinandergesetzt hatten und an “Far From the Madding Crowd” ähnliche Forderungen stellten wie an diese. Tatsächlich gibt sich der Roman nur am Rande “sozialkritisch”. Was aber in dieser Hinsicht aus ihm herauszuholen ist, findet sich auch im Film wieder: die harte Suche nach Arbeit, das Armenhaus als letzte und tödlich endende Zuflucht für eine schwangere Frau etc. Hinzu kommt: Alleine schon die glaubwürdigen Gesichter der Arbeiter auf Bathsheba’s Farm lassen erkennen, wie sehr Schlesinger hollywoodesquen Bildern auszuweichen versuchte, dass es ihm um ein Höchstmass an Authentizität ging. - Zum zweiten Vorwurf: Hardy’s Romane SIND beinahe Drehbücher, weisen, was Literaturwissenschaftler immer wieder in Erstaunen versetzt, ein nahezu filmisches Denken auf. Exemplarisch sei hier nur die Szene genannt, in der Troy die völlig gebannte Bathsheba in der Hügellandschaft jenes semi-fiktionalen Wessex, das natürlich zum grossen Teil mit Dorset, der Heimat des Schriftstellers, identisch ist,  mit seinen Säbelkünsten beeindruckt: Wer sie liest, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, er habe es mit einem Gedicht in Prosa zu tun, einem Gedicht, das sich aber zugleich Wort für Wort ins Medium Film transportieren lasse. Und tatsächlich: Es gelang Schlesinger‘s Kameramann Nicolas Roeg (der wusste, weshalb er Julie Christie für seinen eigenen ersten Film, “Don’t Look Now”, 1973, besetzen würde) , das Glitzern der messerscharfen Klinge und seinen Effekt auf die junge Frau in einzigartigen Bildern einzufangen.

Zur Handlung: Der junge Farmer Gabriel Oak hält vergeblich um die Hand der schönen, aber in Liebesdingen eigenen Bathsheba an. Als seine Schafe von einem ungehorsamen Hund über die Klippen getrieben werden, macht er sich mit einem “Thank God I’m not married!” auf die Suche nach Arbeit und wird von der mittlerweile mit dem Wahlspruch “I shall manage all with my head and hands” selber zur Farmerin gewordenen Bathsheba als Schäfer eingestellt; denn sie weiss wohl, was sie an dem Mann, der mit der Natur lebt und sich auch Feuer und Sturm zu stellen wagt, hat. - Mittlerweile erwacht in ihr das launisch-kokette Wesen, das dem reichen Farmer William Boldwood, einem Hagestolz, eine Valentinskarte schickt. Entgegen aller Erwartungen verfällt Boldwood der schönen Frau und bedrängt sie beinahe krankhaft. Doch sie zieht den draufgängerischen Charme des charakterlosen Taugenichts Frank Troy, einem Artillerieoffizier, der seine schwangere Geliebte Fanny Robin sitzen liess, weil sie sich zur Hochzeit in der falschen Kirche einfand, vor. In einer überwältigenden Szene (sie spielt sich in einem Seebad ab, und die Wellen des Ozeans übertönen jedes Wort einer offenbar verzweifelt bettelnden Frau) überredet sie ihn, sie zu heiraten, obwohl sie weiss, dass er ihr Verderben sein wird. - Die Ehe verläuft unglücklich; doch Gabriel, der zusammen mit ihr während der von einem Sturm heimgesuchten Hochzeitsnacht (die Männer liegen besoffen in der Scheune herum!) das geerntete Getreide mit Planen abdeckt, hält zu ihr. - Als Troy’s Geliebte Fanny während der Geburt ihres Kindes im Armenhaus stirbt und ihr Sarg auf Geheiss von Bathsheba auf der Farm aufgebahrt wird, erfährt die bloss wegen ihres Geldes geheiratete Frau während einer verzweifelten Auseinandersetzung aus dem Mund des Gatten die Wahrheit: “This woman is more to me, dead as she is, than you ever were.” Troy stürzt sich in die Fluten des Ozeans, und der Weg scheint endlich frei für William Boldwood, der vor lauter Liebeskummer seine eigene Farm zu vernachlässigen begann...


“Far From the Madding Crowd” erzählt wie die Romane des Schweizers Jeremias Gotthelf von einer Gemeinschaft, die noch ganz im Ländlichen verhaftet ist. Und dieses Verhaftetsein wird von Schlesinger, seinem Kameramann Nicolas Roeg und dem für die Musik zuständigen Richard Rodney Bennett in Szenen eingefangen, die schlicht ein Erlebnis sind: Atemberaubende Landschaftsaufnahmen lassen uns an einer Vergangenheit teilhaben, in der sich neue Techniken (etwa auf Boldwood’s Farm) erst am Rande bemerkbar machen, weil das von jenen oft zu Flötenspiel gesungenen alten Liedern, an die auch Hardy’s Gedichte immer wieder erinnern, begleitete Leben sich mit eigenen Händen dem Rythmus der Jahreszeiten anpasst, mit der Natur lebt, ihr aber auch Widerstand leistet, wenn sie zu heftig in seine Existenz  eingreift. Manche Bilder (etwa vom Erntedankfest) wirken wie Stilleben; kleine Szenen (der Mann, der von seiner alles andere als bibelfesten Mutter “Cain” genannt wurde) erinnern immer wieder an die Orality und die damit einhergehende mangelnde Bildung der Menschen, die weit weg von der Menge leben. Einzelne Abläufe sind auf eine die Figuren minutiös charakterisierende Weise  aneinandergereiht, die sich erst bei genauerem Hinsehen erschliesst: Noch sieht man Gabriel Oak, der verzweifelt auf seine toten Schafe hinabblickt und den Hund erschiesst - und schon wandert er entschlossen den Pfad hoch, felsenfest auf eine Zukunft für sich bauend.  Um ein Abgleiten ins Idyllische zu vermeiden, bauen Film wie Roman etwa drastische Bilder von Fanny Robin ein, die sich in Casterbridge mit letzter Kraft zum Armenhaus hochschleppt. Und natürlich darf auch die für Hardy typische Ironie, heute beinahe makaber anmutend, nicht fehlen: Während Troy auf Fanny, die er unterstützen will, wartet, wird ihr Sarg an ihm vorbeigefahren, ohne dass er es bemerkt. Er “verpasst” also die Tote wie sie einst die Hochzeit verpasste.

Gewiss, “Far From the Madding Crowd” ist sowohl als Roman als auch als Film mein liebster Hardy, weil er den Rezipienten nicht mit in einen Strudel völliger Hoffnungslosigkeit hinabreisst, sondern wie viele Gedichte des Schriftstellers eine Vergangenheit heraufbeschwört, die dem Willigen, dem ländlichen England Verbundenen, stets einen Weg in eine bessere Zukunft wies. Diesen vielleicht eskapistischen Genuss ermöglichen bei Schlesinger  männliche Hauptdarsteller, die wahre Glanzleistungen bieten: Wer je Peter Finch sah, der, vom Ticken der vielen Uhren und den Blicken zweier Dalmatiner begleitet, sein Essen stehen lässt und ständig auf die Valentinskarte mit ihrem “Marry me!” starrt, wird diese Szene nie vergessen können (er verbrennt die Karte, was aber sein innerliches Feuer erst recht zum Lodern bringt). Alan Bates spielt den treuen Weggefährten der jungen Frau, deren Tun und Lassen er mit Blicken, die Bände sprechen, kommentiert, mit einer Glaubhaftigkeit, wie man sie wohl seit seinem “Alexis Sorbas” (1964) nicht mehr erlebte - und Terence Stamp gibt mit jeder Bewegung zu erkennen, dass er ein skrupelloser Mensch ist, der sich auf seinen billigen Charme verlassen darf. - Bei einer solchen Besetzung möge sogar die Frage unbeantwortet bleiben, ob Julie Christie, Symbol der 60er, die nach der harten Arbeit mit David Lean (“Doctor Zhivago”, 1965) gleich wieder lange und beschwerliche Dreharbeiten in Dorset auf sich nehmen musste, nicht eher als mit spröder Schönheit ausgestattete sinnliche Frau denn als Farmerin glaubhaft wirke.

 ***

In meiner kleinen Besprechung eines Hardy-Gedichts wies ich auf einen Film hin, in dem neben dem Gesang einer ländlichen Gemeinschaft auch das Bild des über die eingeritzten Buchstaben eines Grabsteins peitschenden Regens vorkommen würde. Tatsächlich gibt es in “Far From the Madding Crowd” eine ganz auf Nässe hin stilisierte Szene, die ich sogar als emotionalen Höhepunkt der Geschichte bezeichen möchte: Während eines heftigen Regens eilt Troy zum Grab seiner Geliebten und versucht verzweifelt,  Blumenzwiebeln in die nasse Erde zu pflanzen. Der Regen wird immer stärker, und das aus einer Dachrinne schüttende Wasser scheint auf Geheiss einer "höheren" Macht  die Aufnahme der Blumenzwiebeln regelrecht  zu verunmöglichen. Troy aber geht an den Strand, um seinen nackten Körper den Fluten zu übergeben. Das Ende eines unnützen Lebens? - Das soll hier nicht verraten werden.

Kommentare:

  1. Unfassbar - so ein schöner Film nach einem Roman von Hardy und ich habe ihn noch nicht gesehen (soweit ich mich erinnere). "Far From the Madding Crowd" hatte ich zuletzt zu Schulzeiten als Buch in der Hand, lang ist's her. Deine schönen, ausführlichen Hardy-Erörterungen lese ich jedesmal mit Genuss. Sie sind ein wohltuendes Gegenmittel zur immer weiter um sich greifenden Ansicht der Filmwissenschaft, die literarische Vorlage auszublenden oder ganz hintenan zu stellen. Sicher ist der Film ein eigenständiges Medium, aber er lebt doch von der künstlerischen Komplexität des Hardyschen Romans. Ich halte es nicht für einen Mangel, wenn ein Regisseur sich auf die Nachbarkünste wie Literatur und Musik ernsthaft einlässst und sie nicht nur als Steinbruch benützt. Das ist z.B. ein Zug, den ich an Polanski mag, wo gerade von "Tess" die Rede war.


    Ich hoffe, ich kann die DVD noch auftreiben

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  2. Ich habe dir, wenn auch verschleiert, einen Hardy versprochen; du hast ihn selbstverständlich erhalten. Der Film sollte leicht zu aufzutreiben sein (die Serie "Traumfrauen" der "Süddeutschen" ist ziemlich in), er wird auch immer wieder im Fernsehen ausgestrahlt - was mir bei der ersten Lektüre sehr half. ;)

    Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass man die literarische Vorlage, vor allem, wenn wir es mit einem "Klassiker" zu tun haben, nicht einfach unterschlagen kann. Es ist grundsätzlich spannend, Abweichungen, eigenständigen Gestaltungen etc. nachzugehen. Und Hardy scheint in dieser Hinsicht wirklich ein ausserordentlicher Autor zu sein, der beinahe Bild für Bild verfilmt werden will (was sich, wie du erwähnst, auch an Polanski zeigen liesse, der mir als Julie Christie-Verehrer natürlich die junge Kinski zu sehr vergöttert). - Es erstaunt mich bis heute, dass Schlesinger's Film (der Regisseur feierte ja später in den USA grosse Erfolge) seinerzeit bei den Kritikern auf eine solch abwertende Resonanz stiess.

    Und vor allem: Ich freue mich riesig, dass ich dich mit meiner Wahl überraschen konnte und dass du meiner Besprechung so wohlwollend gegenüberstehst. :)

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  3. Ich schließe mich den Sieben Bergen an, denn auch ich hab den Film noch nicht gesehen (und ich weiß es genau), obwohl er ja schon x-mal im Fernsehen kam. So bringt dein Text also maximalen Erkenntnisgewinn für mich. Es ist natürlich gemein, die Besprechung eines fast dreistündigen Films mit einem Cliffhanger enden zu lassen. Ich werde dir nochmal verzeihen, aber dass mir das nicht wieder vorkommt!

    Ich habe übrigens vor, als übernächsten Film einen jener englischen "Historienschinken" aus den 60er Jahren zu besprechen, in Farbe und mit großen Stars, von denen einige noch heute aktiv sind. Da werde ich also mal aus der Rolle fallen, um dem Verdacht des Obskurantismus entgegenzuwirken. Wer den Film errät, bekommt von mir den Ehrentitel "Criswell" verliehen!

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  4. Äh - Die Engländer drehten natürlich in den 60ern mehrere "Historienschinken", und ich weigere mich entschieden, in einen Sarg zu liegen, um anschliessend wirres Zeug über "flying saucers" zu erzählen. ;) Aus Criswell wird also nichts (Richard Burton wird wohl kaum die männliche Hauptrolle spielen?).

    Erstaunlich, dass die Verfilmung von "Far From the Madding Crowd" offenbar so wenig bekannt ist. Vermutlich hängt es tatsächlich mit seinem "Ruf" zusammen; denn Polanski's "Tess" kennen viele, auch von Michael Winterbottom's Adaption von "Jude" dürfte man gehört haben. Am Autor des Romans sollte es also nicht liegen; an *hach* Julie Christie schon gar nicht. - Ich liebe natürlich diese Cliffhanger: Wenn ich die ganze Geschichte erzähle, behauptet nachher weibiglich und männiglich, sie/er habe den Film gesehen oder - was völlig unverzeihbar wäre - den Roman gelesen (mache ich übrigens immer mit "Women In Love", weil Ken Russell das Unding zum Glück verfilmte).

    Auf deinen "Historienschinken" bin ich natürlich gespannt, habe deine Auswahl aber nie als obskur empfunden. Schliesslich wollen wir auch ein wenig an Vergessenes erinnern und uns nicht immer dem Tumult um den neuesten Blockbuster anschliessen. :)

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  5. Nein, Richard Burton ist nicht dabei, trotzdem könnte man die Spur als lauwarm bezeichnen. FAR FROM THE MADDING CROWD war mir vom Titel her nicht unbekannt, ich hab ihn nur noch nicht gesehen. Er kam ja, wie gesagt, schon öfters im Fernsehen, und ich hab auch gelegentlich die Inhaltsangabe in der Fernsehzeitschrift gelesen. Wobei ich mir dann dachte, dass das wohl sowas wie WUTHERING HEIGHTS ist.

    Wenn Du Criswell nicht magst, dann vielleicht den Mühlhiasl?

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  6. @Manfred Polak

    Wir haben in der Schweiz unseren eigenen kleinen Hellseher ; und wie der möchte ich eigentlich nicht aussehen...

    Obwohl auch Emily Brontë dem Viktorianischen Zeitalter zuzuordnen ist, muss der Unterschied zu Hardy doch als frappant bezeichnet werden: Heathcliff ist eine Figur, die direkt den Gothic Novels der Romantik entsprungen zu sein scheint. "Wuthering Heights" ist natürlich ein überwältigender Roman, wobei immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass sowohl die 1939er Adaption als auch das 1970er Machwerk mit Timothy Dalton nur den ersten Teil verfilmen (der Tod von Cathy eignet sich so gut als tränenreiches Ende!). Ich sehe gerade, dass 1992 noch ein weiteres Remake das Licht der Welt erblickte, ein Umstand, den ich geflissentlich ignorieren werde. ;)

    A propos Hellseher: Schnapp mir jetzt nicht den Film vor der Nase weg, zu dessen baldiger Besprechung du mich gerade inspiriert hast!

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  7. Wenn ich nur wüsste, wozu ich dich jetzt schon wieder inspiriert habe. Wenn es um PLAN 9 FROM OUTER SPACE, ED WOOD oder HERZ AUS GLAS GEHT, kann ich dich jedenfalls beruhigen. Die stehen nicht auf meiner Liste.

    Ach ja, Mike Shiva. Immerhin trägt er die passende Kleidung zum Hund. Oder den passenden Hund zur Kleidung (offenbar eine Verwandte von Rudolf Moshammers Daisy). Eigentlich heißt er ja Wehner, wie ich Wikipedia entnehme, aber mit Herbert Wehner ist er wohl nicht verwandt.

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  8. Er heisst sogar WEHMER, der Gute (sein Tantchen sorgte neulich in der Presse für einen Skandal, und angesichts seines Glatzköpfchens kam ich auf die Idee, nicht nur der Hund sei von Moshammer übernommen). - Ach, wie gern würde man doch "Plan 9 From Outer Space" mal besprechen, hätten das nicht schon alle anderen Blogger gemacht! - Ich gerate jetzt richtig in Versuchung, dich mit kryptischen Hinweisen zu bewerfen; da es aber noch seine Zeit bis zur Besprechung dauern dürfte (ich kenne mich!), tue ich es nicht. ;)

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