Donnerstag, 23. Juni 2011

Der Mann mit der Hasenscharte

Dällebach Kari
(Dällebach Kari, Schweiz 1970)
 
Regie: Kurt Früh
Darsteller: Walo Lüönd, Lukas Ammann, Annemarie Düringer, Ellen Widmann, Hans Gaugler, Erwin Kohlund u.a.

Im Anschluss an eine Sichtung des in Deutschland leider unbekannt bleibenden Schweizer Dokumentarfilms "Der letzte Coiffeur vor der Wettsteinbrücke" (2003), der auf liebenswerte Weise vom Basler Stadtoriginal Charly Hottiger, einem Friseur der alten Schule, erzählt, geriet ich ins Grübeln über die vielfältigen Rollen, die diesem Beruf in der Filmgeschichte zukommen. Man denkt zuerst wohl gern an die  tuckigen Nebenfiguren, die in den prüden Hollywood-Komödien bis in die 60er Jahre hinein gerade noch durchgingen. -   Tatsächlich gibt es derart viele Filme, in deren Mittelpunkt ein Friseur in unterschiedlichen Funktionen steht, dass man beinahe eine Arbeit darüber schreiben möchte. - Ich erwähne bloss ein paar aus dem Ärmel geschüttelte Stücke und lasse “You Don’t Mess With the Zohan” (2008) mal aussen vor: “The Great Dictator” (1940), “Blanc” (1994) von Kieslowski, “The Big Tease” (1999), “Chain of Fools” (2000), “The Man Who Wasn’t There” (2001), “Blow Dry” (2001)... - Könnte man da nicht direkt in Versuchung geraten, die Liste zu erweitern und ihrer Bedeutung nachzugehen?


Zufällig erzählt auch der 1970 entstandene Spielfilm “Dällebach Kari” von einem Friseur, der wie der mit seinem Salon vielen Menschen eine Heimat bietende Basler Charly Hottiger zu einem Stadtoriginal wurde, allerdings zu einem Stadtoriginal der ganz anderen Art:

Dällebach Kari gilt weit über die Stadt Bern hinaus als der Possenreisser und Witzeerzähler, um den sich Legenden ranken, neue Witze bilden und von dem viele letztlich wohl gar nicht wissen, ob er, der Coiffeur mit der Hasenscharte, je existiert hat. Jede Stadt dürfte solche Figuren haben, denen bessere oder schlechtere Witze zugesprochen und -gedichtet wurden und die zugleich unter einer körperlichen Auffälligkeit, die zum sie kennzeichnenden “Makel” erhoben wurde, litten (im Moment fallen mir dank einer Suchmaschine gerade der Mannheimer Blumenpeter oder der Aachener Lennet Kann ein). - Kurt Früh, der lange Zeit unerträglich behäbige, das Kleinbürgerliche feiernde Schweizer Filme wie “Polizischt Wäckerli“ (1955) oder “Bäckerei Zürrer” (1957) gedreht hatte, nahm sich der Figur an, unter dem Einfluss des “Jungen Schweizer Films” aber auf eine Weise, die den Zuschauer im Innersten zu treffen vermag, sozusagen durch Mark und Bein geht. Denn bei ihm wird “Dällebach Kari” zum an sich und seiner Umgebung leidenden Neurotiker, den das biedere Bern, das hier als beinahe schaurige Kulisse dient, sehr wohl duldet, so lange er sich an seine Rolle als Hofnarr hält, von dem, dem zunehmend dem Alkohol Verfallenden, man aber nicht hören will, dass er bald sterben werde. Und so nimmt man weder seine unglückliche Liebe noch seine Krebserkrankung zur Kenntnis. Sogar als er, der sich aus Verzweiflung das Leben nahm, nach zehn Tagen aus der Aare gefischt wird, sagt einer jener fetten Bürger, der im öffentlichen Aushang die Zeitung liest: “Dällebach Kari und zehn Tage lang Wasser saufen? Wenn das nicht ein Witz ist!”

Kurt Früh gibt in seinem episodenhaft-balladenartigen Film (der Aufbau erinnert entfernt an Arthur Penn’s “Bonnie and Clyde”, 1967) durchaus einige der berühmten Dällebach-Sprüche und -witze (etwa wie er einem Nationalrat nur die eine Hälfte der Haare schneidet, weil er aus einem "halben" Kanton komme, oder sämtliche Kunden einseift, um anschliessend ins Restaurant zu gehen) zum Besten; aber sie wirken bewusst schal, unbedeutend und mit Traurigkeit erfüllt, wenn man in der nächsten Szene den völlig besoffenen Coiffeur durch die Gegend schwanken sieht und vom Tod reden hört. Auf diese Weise werden dem “Original” all jene volkstümelnden Eigenschaften entzogen, die es zu einer witzigen Figur machen wollen. Und auf diese Intention bereitet uns bereits der Beginn des Films, der nicht zu Unrecht als einer der besten Schweizer Filme überhaupt betrachtet wird, vor: Wir sehen die nächtliche Brücke, die Kari den Sprung in die Erlösung ermöglicht hat und hören in einer Ballade des berühmten, jung verstorbenen Berner Troubadours Mani Matter (1936 - 1972), der in der Schweiz selber zur Legende wurde, worauf wir uns gefasst machen müssen - nämlich auf eine abseits vom gewohnten Heimatkitsch liegende Geschichte. - Dann entdecken zwei Polizisten den Abschiedsbrief des Coiffeurs mit dem Wunsch, man möge sich beim Leichenmahl der Gemütlichkeit und dem Humor hingeben, zum Abschluss aber sein Lieblingslied “Wie die Blümlein leise zittern” singen; und schon sieht man die Trauergemeinde (darunter etwa Lukas Ammann, der in Deutschland durch die Serie “Graf Yoster gibt sich die Ehre” bekannt wurde) beim Fressen und der “Wisst ihr noch?”-Legendenbildung. - Dass uns die Figur des “Dällebach Kari” derart ergreift, ist in erster Linie das Verdienst des grandiosen Walo Lüönd, der unter anderem auch in Wolfgang Petersens "Die Konsequenz" (Deutschland 1977) mitspielte und den ich ausserordentlich schätze.. Er, der heute  leider kaum mehr bekannte Meister des Einfühlens in eine Figur, fand als an seiner Existenz verzweifelnder und unverstandener “Kari” die Rolle seines Lebens und wird sogar von amerikanischen Filmkennern als Oscar-würdig erachtet. - Leider wird der Film ausserhalb der Schweiz immer ein Geheimtipp bleiben.


Der Coiffeurmeister Karl Tellenbach (1877 - 1931) lebte übrigens wirklich. Sein Coiffeurgeschäft in der Berner Neuengasse wurde zum Treffpunkt für alle, die sich über den Mann mit der Hasenscharte und der nasalen Sprechweise lustig machen, aber auch seine schlagfertigen Sprüche geniessen wollten. Nach zwei erfolglosen Krebs-Operationen nahm er sich das Leben, indem er von der Berner Kornhausbrücke sprang. Tellenbachs Nichte empfand Kurt Frühs Film als Ärgernis, weil einige Details nicht korrekt wiedergegeben wurden und sie sich an der Zeichnung ihres Onkels als Säufer störte. - Man sollte den Film jedoch weniger als “Biopic” denn als eine Art Mahnmal betrachten: Er zeigt uns, was eine in sich kranke kleinbürgerliche Gesellschaft aus einem letztlich verfemten Aussenseiter macht, der sie doch eine Zeitlang zum Lachen brachte: Ein Original!

Die DVD ist mit Untertiteln für Gehörlose und Leute, die des Berndeutschen nicht mächtig sind, ausgestattet. Ich will hier wirklich nicht für die Filmindustrie meines Landes Werbung machen - aber: “Dällebach Kari” sollte man gesehen haben.Wir haben es mit einem grossen und zutiefst traurigen  Film, einem Meisterwerk,  zu tun!

Kommentare:

  1. Ganz ehrlich?
    Dieser Blog gibt mir öfters Einblicke in Bereiche der Filmgeschichte, von denen ich keine Ahnung habe, wie etwa den georgischen Film. Da bedaure ich meine Kenntnislosigkeit zwar, aber kann es irgendwie auch verstehen. Georgien ist weit enfernt vom geistigen Auge Mitteleuropas.

    Aber die Schweiz? Liegt nebenan. Ich schwöre, ich habe von ALLEN Schweizer Filmen, die du bisher hier vorgestellt hast, noch nie etwas gehört, weder dem Namen nach, noch gerüchteweise. Das gibt mir nun ernstlich zu denken. Es scheint ein wirklich sehr tiefer kultureller Graben zwischen beiden Ländern zu laufen. Liegt es daran, dass die (deutschsprachige) Schweiz ein relativ kleines Land ist, das hierzulande wenig beachtet wird? Dagegen spricht, dass z.B. aus Österreich sehr viel mehr nach Deutschland dringt. Oder ist es wirklich die Sprachbarriere? Berndeutsch ist für 95% der Deutschen schwer verständlich, andererseits aber auch keine Fremdsprache, die nun synchronisiert wird. Bleiben also die aus 3Sat bekannten Untertitel. Offenbar aber ist genau das reines Publikumsgift. Sehr schade. Seit ich an der DÖS-Aktion teilnehme, fällt mir mehr und mehr auf, wie groß der blinde Fleck in meiner Wahrnehmung ist. Das soll ja der erste Schritt zur Besserung sein.

    Also fühle dich mal als Erstmissionar unter Heiden ;)

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  2. Da kann ich den sieben Bergen nur beipflichten, wenngleich ich den kulturellen Graben bisher für die Alpen hielt - aber das ist möglicherweise eine Frage der Perspektive. Der Text ermutig jedenfalls, den Film aufgrund der beschriebenen Stimmung anzusehen, was mich ausgehend von der Synopsis bisher nicht so gereizt hätte.

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  3. Ihr habt schon recht: Es IST die Sprachbarriere (und wenn Schweizer Filme wie manche Gotthelf-Verfilmungen mit deutscher Synchronisation geboten werden, klingen sie auch für einen Deutschen schrecklich. Es hat aber auch damit zu tun, dass die Filmindustrie des Landes klein ist, während etwa Österreich allein schon mit den "Sissi"- und Heimatfilmen der 50er Jahre mit deutschen Schauspielern arbeitete und sich so Sympathien beim grossen Nachbarn angelte (wobei: wenn die Österreicher mal so richtig auf ihren dialektalen Eigenheiten bestehen, wirds ohne Untertitel auch schwierig).

    Was mich vor allem immer ein wenig fasziniert: Die französischsprachigen Filme aus der Romandie (wir sagen: von jenseits des Röstigrabens) waren in Deutschland ("Messidor", 1979, von Alain Tanner, "Wenn die Sonne nicht wiederkäme", 1987, von Claude Goretta) zu ihrer Zeit oft bekannter als die Produktionen in deutschem Dialekt - was vielleicht daran lag, dass sie grundsätzlich auf ein internationales Publikum spekulierten.

    Und als Germanist, der die Dialektologie wenn möglich mied, muss ich zugeben: Für einen Deutschen, der nicht gerade im Wiesental lebt, stellen unsere Dialekte ein ähnliches Problem dar wie für uns das Plattdeutsch. ;) - Kommt hinzu: Ausgerechnet aus einem selbst in weiten Teilen der Schweiz vorher unbekannten Stadtoriginal wurde ein grosser Film gemacht, was ich noch heute für ein Faszinosum sondergleichen halte.

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  4. Ich weiß zwar auch nicht, was die Bedeutung einer Liste aller Friseurfilme wäre, aber auf jeden Fall gehört MYSTERIEN EINES FRISIERSALONS als zentrales Werk darauf. Der Liebhaber in SLEUTH (Michael Caine im Original und Jude Law im Remake) war auch Friseur.

    Die Sprachbarriere scheint mir auch bei der Schweiz etwas größer als bei Österreich zu sein. Aber vielleicht spielt auch ein gewisser Hang der Schweizer zum Isolationismus eine Rolle, der bei Österreich (als Erbe des Vielvölkerstaats der Habsburger?) nicht gegeben ist. Jedenfalls suchten schon österreichische Regisseure im deutschen Stummfilm ihr Glück (Fritz Lang, G.W. Pabst, und Leute aus der zweiten Reihe wie Richard Oswald, Karl Grune, oder der rumänisch-österreichische Lupu Pick), und nach Hollywood zog es sie auch (Stroheim, Sternberg, Lang, Wilder, Zinnemann, Preminger). Und Leute, die im habsburgischen Ungarn aufwuchsen, zogen auch in die Welt hinaus (Adolph Zukor, William Fox, Curtiz, Korda, Pressburger). Und Schweizer? Die scheinen lieber daheimzubleiben - jedenfalls fällt mir aus dieser Zeit keiner ein, der sein Heil im Ausland gesucht hätte. Erst Leute wie Daniel Schmid und Dani Levi haben wenigstens zeitweise in Deutschland gearbeitet, aber bis zur kulturellen Wiederannäherung muss Whoknows noch viele Artikel schreiben ...

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  5. Tja. Wenn das so ist...

    ...dann sollte man etwas tun. Ich habe mir soeben vorgenommen, demnächst im Rahmen der Aktion "Zeit für DÖS" einen Film aus der Schweiz zu besprechen. In welchem Zustand ich das Experiment überlebe - (WENN ich überlebe, im anderen Fall hörte man dann eben gar nix mehr von mir) - wird durch das folgende medizinische Review kundgetan werden.

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  6. @Manfred Polak: Ich muss mal wieder beschämt gestehen, den Valentin/Karlstadt-Film, bei dem erst noch ein gewisser Bertolt Brecht Regie führte, nicht zu kennen. :( Hingegen erinnerte ich mich - vielleicht typisch für einen Germanisten! - augenblicklich an Hal Ashby's "Shampoo" (1975), der die ganze Wahrheit, aber auch wirklich die ganze Wahrheit über den "Friseur" Warren Beatty erzählt (und den ich natürlich augenblicklich für mich reserviere). ;)

    Es stimmt: der Isolationismus spielt eine entscheidende Rolle. Kommt noch hinzu, dass Schweizer Filme, die auch in Deutschland auf einen Erfolg spekulierten (z.B. Fredi M. Murers Wohlfühlschnulze "Vitus", 2006), ziemlich in die Hose gingen.

    @Sieben Berge: Du wirst die Review überleben, die Kommentare von McKenzie hingegen womöglich nicht (Hach, der musste einfach sein!). Ich würde jetzt gern ein wenig nachfragen, dich ausquetschen; und doch geniesst man oft nichts mehr als die Zeit des Erwartens, die Spannung. :)

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  7. Noch bevor ich an der entsprechenden Textstelle angekommen bin, mußte ich an "Lennet Kann" denken - und siehe da, er wird tatsächlich erwähnt. Die Basel-Aachen-Connection verdichtet sich. :D Ansonsten: Wieder mal ein sehr schöner Text, der Lust macht.

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  8. Das war von dir als Aachener, der vermutlich langsam selber zum Stadtoriginal wird (der Punk-Musiker mit dem Flair für Horrorfilme) natürlich zu erwarten - wobei wir noch ausmachen müssen, welche der beiden Eigenheiten nun zum Makel erhoben werden soll. P: - Aber ehrlich gesagt: Ich musste für "Lennet Kann" wirklich Google bemühen.

    Und danke für das Kompliment! :) Nach "Sennentuntschi" (2010) solltest du ja eine Ahnung davon haben, was wir Schweizer produzieren, weshalb dich der freilich etwas anders geartete "Dällebach Kari" interessieren könnte.

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  9. Als Makel reiche ich mal meine Trichterbrust und Skoliose ein...zu einem richtigen Dwight Frye-Fritz-Buckel hat es leider noch nicht gereicht.

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  10. Ich liebe Trichterbrüste: Kann man so gut die Bratensauce drin umrühren. ;) Und obwohl ich glaubte, mit medizinischen Fachbegriffen mittlerweile halbwegs vertraut zu sein, musste ich doch nachschlagen, worum es sich bei einer Skoliose handelt. Klingt nach Schmerzmitteln im Alter, armer Junge! :(

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  11. So, jetzt hab ich auch mal einen Film von Kurt Früh gesehen: ES DACH ÜBEREM CHOPF, was von 3SAT zu EIN DACH ÜBER DEM KOPF entschärft wurde. Sprachschwierigkeiten gab es keine. Vermutlich wurde auch ausdrücklich darauf geachtet, denn die deutsche Gloria-Film hat coproduziert.

    Nach stilistischen Spielereien am Anfang wurde es dann doch eher bieder und voraussehbar, aber leidlich unterhaltsam. Neben Zarlie Carigiet und Heinrich Gretler sieht man Bruno Ganz in seiner zweiten oder dritten Filmrolle als Verehrer von Carigiets Tochter. Am Ende des Films löst sich alles in Wohlgefallen auf, und der böse Wohnungsvermieter zwickt sich zur Strafe sogar mit einer Zange selbst in den Finger! Für Schweizer Verhältnisse ein fast schon bolschewistischer Schluss! :-Þ
    Hier macht sich wohl der lange Arm von Lazar Wechsler bemerkbar, denn auf Schweizer Seite hat Praesens-Film produziert. In GILBERTE DE COURGENAY ist ja auch schon die erstaunliche Behauptung zu hören, Bankiers seien Kriegsgewinnler ...

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  12. Ich lese und staune! Nie wäre ich auf die Idee gekommen, jemandem die meines Erachtens geradezu peinlich schmalzigen Kurt Früh-Filme "Hinter den sieben Gleisen" (1959) oder "Es Dach überem Chopf" (1961) zu empfehlen. Und jetzt entdeckst du in letzterem sogar Schweizer Bolschewismus! Da müsste man dich direkt noch mit "Oberstadtgass" (1956,in Deutschland gelegentlich mit dem Titel "In allen Gassen wohnt das Glück" vertrieben) abstrafen, weil sich dort die verhärmte Margrit Rainer am Ende noch eines kleinen Bubelis annimmt, das sie vermutlich zum Schweizer Stalin erzieht). - Über die Zahnlücke von Zarlie Carigiet, deren oder dessen Bünden-Dialekt du mal "geniessen" müsstest, lasse ich mich jetzt nicht weiter aus. Aber wusstest du, dass Heinrich Gretler zusammen mit Gustav Knuth die Uraufführung von Dürrenmatts "Es steht geschrieben" am Schauspielhaus Zürich zum Skandal machte, weil die beiden tanzend über die Bühne fegten? Wie leicht man doch damals einen Skandal erzeugen konnte! Heute bedarf es schon einer Schweizer Flagge mit dem selig lächelnden Führer in der Mitte. ;)

    Unnötig zu erwähnen, dass "Dällebach Kari" in einer ganz anderen Liga spielt.

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  13. Ich würde den Film ja auch nicht empfehlen. Ich wollte nur mal einen Film von Früh sehen, wenn schon mal einer im Fernsehen kommt. Jetzt war es halt dieser (der Programmplanung von 3SAT wegen). Durch GILBERTE DE COURGENAY habe ich mich ja auch gekämpft. Aber wenn die auch noch CHARLIE bringen sollten, werde ich ihn ignorieren - versprochen!

    Das mit dem Theaterskandal hattest Du schon in den Kommentaren zu GILBERTE geschrieben, aber den Grund erwähnst Du erst jetzt. Ein Tänzchen also - schrecklich! Der Untergang des Abendlandes!

    Ein technisches Detail beim CHOPF fand ich interessant: Der "Licht-Automat" in der Barackensiedlung. Elektrischer Strom nach Münz-Einwurf, und wenn das Licht ausgeht, muss man eine neue Münze einwerfen, oder es bleibt zappenduster. Keine Ahnung, ob es sowas auch in Deutschland gab.

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  14. Schade, dass du unser Schweizer Fernsehen nicht empfangen kannst! Du kämst nämlich heute in den Genuss einer Perle, die sogar "Charlie" in gewisser Hinsicht überbietet. :P - Aber mach ruhig weiter mit Früh, geniess auch mal eine Gotthelf-Verfilmung von Schnyder, obwohl die Synchronisation unter aller Sau ist. Schliesslich wurden diese Filme nicht nur für Schweizer gemacht; auch ein guter deutscher Kritiker darf über sie herfallen.

    Den Licht-Automaten hatte unsere kleine WG in England auch. Ich erinnere mich gut: Alle sahen wir uns "Damien - Omen II" (1978) an, und während der arme Junge unter der Eisdecke verzweifelt um sein Leben kämpfte, ward es zappenduster im Haus. Kostete ein Vermögen, das bisschen Strom...

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